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Zusammenfassungen
der Artikel
Übersetzung: Alexandra
Orgaz
LAlpe wurde für eine Leserschaft konzipiert,
die an Fachwissen interessiert ist und nach dem Sinn der Dinge fragt.
Sie ist die erste Zeitschrift, die sich ausschließlich der europäischen
Alpinkultur und dem alpinen Kulturerbe widmet. Ihr Bestreben ist es, zu
informieren und einen Gedankenaustausch über die nationalen und die
sprachlichen Grenzen hinweg zu fördern. Als Forum für Entdeckungen
und für Emotionen interessiert sich LAlpe für all
die, denen es zwischen Donau und Rhône gelang, sich an eine einzigartige
Umwelt anzupassen. Zwischen Buch und Zeitschrift angesiedelt ist sie wie
ein Buch charakterisiert durch tiefgründige Abhandlungen über
ein Schwerpunktthema, analytische Klarheit, ein hohes Qualitätsniveau
und sie hat sich einen Namen gemacht durch Autoren von Rang. Als Zeitschrift
zeichnet sie sich aus durch eine vierteljährliche Erscheinungsform,
die gewährleistet, Diskussionen zu führen, besticht durch eine
reichhaltige Bildauswahl, ist charakterisiert durch die unersättliche
Neugierde des Journalismus und eine notwendigerweise didaktische Herangehensweise.
Obgleich LAlpe auf einem bestimmten Wissensniveau aufbaut,
handelt es sich dennoch um keine wissenschaftliche Zeitschrift. Sie verwendet
die Beiträge der Geschichte, der Geographie, der Archäologie,
der Ethnologie etc., um so den Spuren, die die Menschen in dieser Gegend
hinterlassen haben, einen Sinn zuzuweisen. Gleichzeitig steht sie auch
Diskussionen über die Zukunft der Alpen und der Berge der Welt offen
gegenüber.
Im Einklang mit der Natur
Vom Orient aus erreichte die Kunst des Feldbaus schließlich
auch die Alpen. Der Mensch lernte, einst wild wachsende Getreidearten
selbst zu kultivieren. Um sich sein täglich Brot zu sichern, brauchte
er der Natur nur ihre Geheimnisse zu entlocken. Ein schönes Beispiel
für die Anpassung der Pflanze an den Menschen. Oder war es umgekehrt?
Was der Bauer nicht kannte...
Fremdartige Feldfrüchte aus fernen Ländern konnten in den
Alpen zunächst nur schwer Fuß fassen. Auch wenn sie heute als
typische Kulturpflanzen alpiner Regionen angesehen werden, so haben sich
Mais, Reis und Kartoffel doch erst nach einer langen Phase der Anpassung
an örtliche Ernährungsgewohnheiten einbürgern
können.
Der Sitz der Götter
Ob Olymp oder Parnass schon die alten Griechen wagten sich
ins Reich der Götter, um aus seinen natürlichen Reichtümern
zu schöpfen. Denn seltene Hölzer, Wildbeeren und Heilkräuter
findet man in dieser hellenischen Berglandschaft in Hülle und Fülle.
Der Almanach von LAlpe: Carpe diem!
Inspiriert haben uns zu diesem Jahrbuch Martin de la Soudière
und seine Bergwallfahrten. Der Almanach ist eine einfache Lektion
über die Vergänglichkeit der Dinge und das dauerhafte Glück,
das wir dennoch darin finden können, so Pierre Lieutaghi, eine
Koryphäe in Sachen Jahreszeiten. Ein Jahrbuch nach Lherbe
qui renouvelle (Kräuter und ihre regenerativen Kräfte)
und La plante compagne (Pflanzen, unsere Lebensbegleiter),
zwei großartige Werke des einfühlsamen Ethnobotanikers: Es
präsentiert uns den ersten Tag des Jahres wie den Sieg des Lichts
über die Finsternis.
Wild und wohlschmeckend
Eine bunte Vielfalt aromatischer Kräuter und Beeren lockt im
Departement Alpes-Maritimes am Wegesrand ein Manna, an dem sich
schon in grauer Vorzeit die Menschen labten. Auch die Bewohner des Roya-Tales,
profunde Kenner dieser natürlichen Kostbarkeiten, hatten für
sie stets eine vielseitige Verwendung.
Pflanzen als Lebensgrundlage
Wie überall geraten auch im Wallis die guten alten Hausmittel
immer mehr in Vergessenheit. Doch das wiederentdeckte Wissen über
Kräuter und deren Heilkräfte könnte den Alpenregionen ökonomisch
zu Gute kommen. Ein Plädoyer für die Renaissance des Kräuterhandels.
Auf der Suche nach dem schwarzen Diamanten
Die schwarze Trüffel in Frankreich auch schwarzer
Diamant genannt war früher in den Alpen allerorts im
Unterholz zu finden. Auf den Märkten lockte ihr Duft die Käufer
an, in den Stuben verfeinerte sie so manche karge Mahlzeit. Doch mit der
Abwanderung in die Städte versiegte diese Quelle, der edle Pilz wurde
zur Luxusware. Ein unabänderliches Schicksal?
Die Früchte der Erde
Äpfel, Birnen und andere Früchte sind aus dem Landschaftsbild
der Alpen nicht wegzudenken. Ob sie in Hecken oder Obstgärten wachsen
von alters her sind sie fester Bestandteil der täglichen Nahrung
und für bestimmte Regionen eine wichtige Einnahmequelle. Ein Garten
Eden der Sortenvielfalt, den es zu erhalten gilt.
Insel in den Wolken
Le Queyras in allen Farben und Facetten: Über einen Zeitraum
von mehr als zwei Jahren ist Pierre Witt in diese Gebirgsregion eingetaucht,
um ihre Seele in Bildern zu erfassen. Ganz in der Tradition des klassischen
Menschenporträts entstand eine Hommage an die Bewohner dieses Landstrichs,
ergänzt durch die ausdrucksstarken Texte von Marianne Boilève
(Auszüge).
Ein Themenpark für die Sinne
Pflanzen in ihrer natürlichen Umgebung sehen, fühlen, riechen,
kennen und verstehen lernen: Spielerisch und pädagogisch zugleich
bieten die fünf Gärten des Klosters Salagon im Departement Haute-Provence
ihren Besuchern einen Naturlehrpfad, der zum Lustwandeln einlädt.
Hier wird Ethnobotanik zu einem Erlebnis der Sinne.
Enzyklopädie der Alpen: die Bergjäger
Seit Menschengedenken sorgte die Jagd für Abwechslung im Alltag
der Bergbewohner. Diese in Kultur und Dichtung der Alpen stark verwurzelte
Tradition fand je nach Tal und Gemeinde die unterschiedlichsten Ausprägungen.
Doch vorbei die Zeiten, in denen man Sumpfvögeln und Murmeltieren
nach Gutdünken nachsetzen konnte. Mit zunehmender Reglementierung
hat die alpine Jagd ihre Ursprünglichkeit eingebüßt.
Der Geist des Weines
La grappa nouvelle est arrivée! Aus den geheimnisvollen Tiefen
ihrer Destilliergeräte haben kreative Branntweinbrenner aus den italienischen
Westalpen etwas Köstliches hervorgezaubert: Der aus Weintrester gewonnene,
bodenständige Schnaps hat sich in einen Nektar mit subtilsten Aromen
verwandelt. Eine sehr gelungene Alchimie neuer Geschmackskompositionen.
Globalisierungsgegner des Genusses
Unter den militanten Anhängern der ökologisch-kulinarischen
Vielfalt ist Slow Food ein Kuriosum. Die italienische Organisation wurde
zwar vor 14 Jahren in Frankreich zur internationalen Bewegung ausgerufen,
konnte aber im Land von José Bové und seinen 365 Käsesorten
noch nicht Fuß fassen. Doch das Jahr 2003 könnte die Wende
markieren.
Haute Maurienne: eine eigene Welt
Dort, wo sich die Wege nach Italien kreuzen, liegt das Tal Haute
Maurienne. Den unterschiedlichsten Einflüssen ausgesetzt, haben seine
Bewohner im Laufe der Jahrhunderte eine vielfältige Kultur hervorgebracht,
die sich an den Steinmauern gleichermaßen ablesen lässt wie
an den barocken Goldaltären. Ein Landstrich der leisen Töne,
der seine Ursprünglichkeit bewahrt hat und der sich dem Besucher
gemächlich in Kunst und Natur erschließt.
Napoleon goes Jazz
Passages de lAlpe präsentiert auf dem diesjährigen
Jazz-Festival von Grenoble das Italian Instabile Orchestra als Kaisergarde
für eine ebenso eigenwillige wie leidenschaftliche Vertonung von
Napoleon. In dem 1927 entstandenem Stummfilmklassiker von
Abel Gance wurde die Alpenüberquerung des angehenden Kaisers von
Frankreich aufwändig in Szene gesetzt.
Eine nicht alltägliche Stimme
Mit viel Sensibilität inszeniert die Sängerin Laurence
Revey in ihren wallisischen Liedern ein ungewöhnliches interkulturelles
Gipfeltreffen: Hier begegnen sich die Berge der Schweiz und anderer Länder,
die Texte des Schweizer Erzählers Claudy des Briesses, die Klangarrangements
Hector Zazous, traditionelle Instrumentierungen und die kühnen Rhythmen
des Klangzauberers Bugge Wesseltoft. Eine musikalische Entdeckungsreise.
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