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Zusammenfassungen
der Artikel
Übersetzung: Brigitte
Hanemann
LAlpe wurde für eine Leserschaft konzipiert,
die an Fachwissen interessiert ist und nach dem Sinn der Dinge fragt.
Sie ist die erste Zeitschrift, die sich ausschließlich der europäischen
Alpinkultur und dem alpinen Kulturerbe widmet. Ihr Bestreben ist es, zu
informieren und einen Gedankenaustausch über die nationalen und die
sprachlichen Grenzen hinweg zu fördern. Als Forum für Entdeckungen
und für Emotionen interessiert sich LAlpe für all die,
denen es zwischen Donau und Rhône gelang, sich an eine einzigartige
Umwelt anzupassen. Zwischen Buch und Zeitschrift angesiedelt ist sie wie
ein Buch charakterisiert durch tiefgründige Abhandlungen über
ein Schwerpunktthema, analytische Klarheit, ein hohes Qualitätsniveau
und sie hat sich einen Namen gemacht durch Autoren von Rang. Als Zeitschrift
zeichnet sie sich aus durch eine vierteljährliche Erscheinungsform,
die gewährleistet, Diskussionen zu führen, besticht durch eine
reichhaltige Bildauswahl, ist charakterisiert durch die unersättliche
Neugierde des Journalismus und eine notwendigerweise didaktische Herangehensweise.
Obgleich lAlpe auf einem bestimmten Wissensniveau aufbaut, handelt
es sich dennoch um keine wissenschaftliche Zeitschrift. Sie verwendet
die Beiträge der Geschichte, der Geographie, der Archäologie,
der Ethnologie etc., um so den Spuren, die die Menschen in dieser Gegend
hinterlassen haben, einen Sinn zuzuweisen. Gleichzeitig steht sie auch
Diskussionen über die Zukunft der Alpen und der Berge der Welt offen
gegenüber.
Ein Teller voll Glück
Der Genuss der alpinen Küche liegt weder in einer rauhen Rustikalität,
die die Gepflogenheiten von Anno dazumal übertreibt, noch in den
geschmacklichen Höhenflügen einer abgehobenen Gastronomie. Einfach,
schön und gut, so könnte das Ziel des Feinschmeckers in
den Höhen lauten.
Das Zeichen des Ebers
Die Schweinemahlzeit unterteilt das Jahr der Bewohner
der Voralpen. Als Grundnahrungsmittel, zusammen mit Brot und Kartoffeln,
wird das Schweinefleisch gefeiert im Reigen der Festmahle, die die Gemeinschaft
vereinen, und dies nach einem Kalender, der die heidnischen Bräuche
und die christlichen Feste bunt miteinander vermischt. Eine Tradition,
die die starke Identität der Bewohner dieser Region der Seealpen
zeigt.
Der Totschläger
Die Drosselpastete gewürzt mit Wacholderbeeren lebt nur noch
in der Erinnerung. Die raffinierten Leques, diese rustikalen
Fallen, sind nunmehr verboten und werden deshalb in den Südalpen
nicht mehr aufgestellt. Und das Manna des Himmels ist von den ländlichen
Speisezetteln verschwunden. Zumindest von einigen.
Zubereitet nach regionaler Art
Die diot bauju, diese unverfälschte Wurst, die einige
Zeit in Vergessenheit geraten ist, erfreut immer noch die Gaumen der Bewohner
der kleine savoyischen Region der Bauges. Sie wird von Hand in Familienbetrieben
hergestellt, aus den Grundbestandteilen Speck und Grünkohl, und trotzt
allen Widrigkeiten. Eine archaische Tradition oder ein wirklicher kulinarischer
Genuss?
Savoyische Schweinereien
Was für eine riesige Familie, die alpinen Wurstprodukte! Die
Kunst, Schweinefleisch zu konservieren, variiert in unendlicher Vielfalt
von einer Seite des Gebirgsmassivs zur anderen. In Savoyen vor allem,
wo in jeder Region sehr geschmackvoll Ingredienzien, Herstellungstechniken
und geschmackliche Vorlieben miteinander kombiniert werden und so eine
Vielzahl lokaler Spezialitäten entsteht.
Auf der Alm geräuchert
Das Trocknen von Fleisch ohne es zu Räuchern ist eine althergebrachte
Form der Konservierung, die in bestimmten Bergregionen noch verwendet
wird. Das Walliserfleisch liegt ganz in der Tradition; die Geheimnisse
seiner Zubereitung werden ängstlich gehütet und so ist es heute
zu einer gefragten lokalen Spezialität geworden. Es ist weniger bekannt
als das Bündnerfleisch oder die italienische Bresaola, und dürfte
in Kürze das offizielle Gütesiegel für seine Qualität
und Herkunft erhalten.
Eine Fabel von Alexandre Dumas
Das Bärensteak, dass der Autor der Drei Musketiere angeblich
in einer Herberge in Martigny in der Schweiz verzehrt hat, hat im Laufe
des XIX. Jahrhunderts viel Tinte fließen lassen. Denn der Mann war
zu allererst und vor allem ein hervorragender Geschichtenerzähler.
Der Romancier und seine Wahrheit.
Die große Invasion
Die Nudeln, entstanden in Italien, haben die Alpen großflächig
erobert. Die Herstellung blieb lange Zeit auf den Hausgebrauch beschränkt
und die lokalen Varianten werden auf die gleiche Abstammung zurückgeführt,
aber seit einem Jahrhundert werden sie mit bemerkenswertem Erfolg auch
industriell hergestellt. Neben dem Riesen Lustucru, der in Grenoble das
Licht der Welt erblickte, haben sich einige Nudelhersteller auf dem Markt
durchgesetzt und sie erinnern so an die historische Verwurzelung der Nudelkultur
in den Alpenregionen.
Ravioles und Ravioleuses
Auf dem Hochzeitsfoto sieht man eine Frau mit weißer Schürze.
Das ist die Ravioleuse, Dirigentin der Bankette im Royans
und in der Gegend von Romans in der Dauphiné. Die Ravioles waren
als Variante des italienischen Nudelgerichts lange Zeit eine erlesene
Speise, die nur zu besonderen Anlässen auf den Tisch kam. Und man
stritt sich um die Dienste derjenigen, die deren Geheimnisse hüteten.
Kartoffel hier und Kartoffel da
In Savoyen wurde die Kartoffel im Laufe der Jahrhunderte ein beliebtes
Nahrungsmittel für die große Familientafel. Ob in der Glut
gegart oder liebevoll geköchelt, eignet sich die Kartoffel für
die vielseitigsten Varianten je nach Einfallsreichtum der Köchin.
Wenn der Erdapfel heutzutage die Touristen unter dem Namen Tartiflette
beglückt, so hält die Bandbreite der Zubereitungsarten wunderbare
geschmackliche Überraschungen bereit.
Die unendlichen Saaten des Brotes
Das Brot, die Hefe und die Arbeit teilen. Diese Gesten wurden im
Laufe der Generationen unendlich wiederholt. Im Land der Berge versammelte
das regelmäßige Brotbacken die Gemeinschaft in einem Kreis
voll Wärme und Leben, der sich unaufhörlich erneuerte. Eine
überlieferte, sinnstiftende Tradition für denjenigen, der die
Zeichen deuten kann.
Beißt der?
Barschfilets am Ufer des Genfer Sees oder gebackene Felchen an den
Gestaden des Lac dAnnecy (dazu natürlich einen süffigen
Weißwein der Region) gehören zu den gastronomischen Genüssen
in den Alpen. Die Fischerei ist dort althergebracht und hat einige Bedeutung
in diesen Alpenregionen, deren Fische immer einen guten Ruf hatten.
Nicht zuviel, nicht zu wenig, und natürlich im Gegenteil
Was sagen uns die heutigen Essensgewohnheiten der Leute aus dem Waadtland
und dem Wallis? Zwischen dem papet au poireaux (Kartoffelpüree
mit Lauch) der einen und dem getrockneten Walliserfleisch der anderen
sind die Unterschiede im Geschmack und in der Auswahl der Lebensmittel
immer noch Ausdruck der starken Verbundenheit jedes Kantons mit seiner
Kultur, Religion oder seiner Art der Lebensform in der Familie. Sag mir
was du isst, und ich sage dir, wer du bist.
Mmhmm!
Käse regt die Fantasie an. Man braucht nur eine Prise Fantasie
und einen Hauch Mut. Die riesige Palette der alpinen Produkte eignet sich
für unerhörte Kombinationen in Bezug auf die Beschaffenheit,
Geschmacksrichtung oder sogar Farbe. Diese besonders originellen Rezepte
sind ein Vorgeschmack, eine Einladung, die ungeahnten Reichtümer
der Küche zu erforschen.
Variationen eines Themas
Geschmacksrichtungen von anderswo und von früher bereichern
das tägliche Leben der Sprachminoritäten in den italienischen
Alpen. Sie mischen die kulinarischen Traditionen Okzitaniens, Germaniens
oder Sloweniens mit den mageren Früchten ihres Bodens und Wildkräutern
und leisten so einen unverfälschten Beitrag zur alpinen Gastronomie.
Diese einfallsreiche und vor allem eng mit ihrer Identität verbundene
Küche beginnt gerade erst, aus dem Schattendasein aufzutauchen.
Auszogne, Blattln und das Leben in der Höh
Diese Süßigkeiten aß man körbeweise. Golden
gebräunte Faschingskrapfen für Jubeltage und bunte Abende! In
den verschiedensten Formen und Namen beglücken uns diese Wunderwerke
immer im Fasching, sie sind eine der wenigen Süßspeisen der
Alpen.
Poyas aus dem Greizer Land
Die Kühe dargestellt im Gänsemarsch auf dem Weg zur Alm,
so thronen sie über den Toren der Scheunen im Greizer Land. Die Poyas,
eine authentische volkstümliche Bezeichnung, drücken die tiefe
Verbundenheit der Bevölkerung mit der Sennerei auf den Almen aus.
Eine Lebensform, die tief in der Region verwurzelt ist.
Do you speak Berge?
Die Herren Engländer schrieben als erste. In der viktorianischen
Zeit sahnen die Mitglieder des Alpine Clubs die Gipfel ab, während
die Öffentlichkeit, verführt durch ihre veröffentlichten
Berichte, die Massive der Alpen besiedelt. Von der Grand Tour zum Fremdenverkehr,
die Erfindung der Berge durch die Briten. Ein Text aus dem Dictionnaire
encyclopédique des Alpes, das in den Editions Glénat erscheinen
wird.
Le numéro 15 de LAlpe, daté printemps
2002, est en vente en kiosque et en librairies du mardi 19 mars 2002 au
lundi 17 juin 2002. Au-delà de cette période, il reste en
vente dans les bonnes librairies et peut
également être commandé
à notre service "abonnements et ventes par correspondance".
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