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Zusammenfassungen
der Artikel
Übersetzung:Brigitte
Hanemann
LAlpe wurde für eine Leserschaft konzipiert,
die an Fachwissen interessiert ist und nach dem Sinn der Dinge fragt.
Sie ist die erste Zeitschrift, die sich ausschließlich der europäischen
Alpinkultur und dem alpinen Kulturerbe widmet. Ihr Bestreben ist es, zu
informieren und einen Gedankenaustausch über die nationalen und die
sprachlichen Grenzen hinweg zu fördern. Als Forum für Entdeckungen
und für Emotionen interessiert sich LAlpe für all die,
denen es zwischen Donau und Rhône gelang, sich an eine einzigartige
Umwelt anzupassen. Zwischen Buch und Zeitschrift angesiedelt ist sie wie
ein Buch charakterisiert durch tiefgründige Abhandlungen über
ein Schwerpunktthema, analytische Klarheit, ein hohes Qualitätsniveau
und sie hat sich einen Namen gemacht durch Autoren von Rang. Als Zeitschrift
zeichnet sie sich aus durch eine vierteljährliche Erscheinungsform,
die gewährleistet, Diskussionen zu führen, besticht durch eine
reichhaltige Bildauswahl, ist charakterisiert durch die unersättliche
Neugierde des Journalismus und eine notwendigerweise didaktische Herangehensweise.
Obgleich lAlpe auf einem bestimmten Wissensniveau aufbaut, handelt
es sich dennoch um keine wissenschaftliche Zeitschrift. Sie verwendet
die Beiträge der Geschichte, der Geographie, der Archäologie,
der Ethnologie etc., um so den Spuren, die die Menschen in dieser Gegend
hinterlassen haben, einen Sinn zuzuweisen. Gleichzeitig steht sie auch
Diskussionen über die Zukunft der Alpen und der Berge der Welt offen
gegenüber.
Die Lieder einer Welt
Das Herz Europas schlägt im gleichen Rhythmus wie sich die Bevölkerungsgruppen
und die Musikrichtungen vermischen. Das ist nicht erstaunlich für
einen Teil der Welt, nämlich die Alpen, in dem die exotischen Melodien
des Orients auf die Instrumente des Westens treffen, das Jodeln der Nordalpen
auf die mehrstimmigen Gesänge des Mittelmeerraumes, der Vogelgesang
auf das Brummen der Schmieden. All dies in perfekter Harmonie. Eine musikalische
Reise.
Das Horn, das vom Meer kam
Die Masten der Boote inspirierten einen schweizer Musiker und er
verlieh seinem Alphorn Flügel. Roger Zanetti hat ein zutiefst in
die Bildlichkeit der Alpen verankertes Instrument in ein Hochtechnologieobjekt
verwandelt, das mehr Bezug zum Reisen hat und dessen Klangverwandtschaft
mit dem traditionellen Alphorn dennoch nicht überhörbar ist.
Vergleichbar etwa mit der Verwandtschaft zwischen einer Swatch und einer
klassischen Kuckucksuhr.
Das Vallée des Merveilles als Klangwelt
Als Vertonung der Klangwelt des Vallée des Merveilles wurde
die Musik des Stückes Boisage et Ferrage von Philippe-Marcel Iung
unter Verzicht auf instrumentale Gesprächigkeit improvisiert auf
der Grundlage einer Partitur von Erinnerungen, von zusammenhangslosen
Texten geschrieben auf Transparentpapier wie Spiegel und fiebrigen Collagen.
Eine Partitur in Briefform, die stückweise in seinem Briefkasten
eintraf, Woche um Woche.
Mit Fanfaren und Sprüngen über die Grenzen hinweg
Alles ist recht, um die Leute zum Tanzen zu bringen und die Zeit
zu vertreiben von den italienischen Alpen bis zum Mittelmeer. Ob Fanfare,
Akkordeon, Klarinette, Harmonika oder Rindenpfeife, die Musik begleitet
das Leben und bringt vor allem Männer und Frauen zusammen ohne sich
um Grenzen zu scheren. Von den alten volkstümlichen Weisen bis zum
Jazz entwickelt sie sich und passt sich an, immer lebendig und gesellig.
Der Bergmensch im Exil
Für Berlioz sind die Berge als Ort der Isolation und der Meditation
der ideale Rahmen für die Musik um sich zu entwickeln, weit entfernt
von den Mooren, wo die Kunst zur Unterwerfung und zum Ersticken verdammt
ist. Reisen in eine verzauberte alpine Natur.
Juidi-ho-la antwortete das Echo
Die Musik der Hirten auf den Almen, das Jodeln, ist ein Gesang zum
Heranholen des Viehs, eine Kommunikationsform über große Distanzen
und eine archaische musikalische Ausdrucksform. Diese Schreie und Modulationen
ohne Worte, die aus grauen Vorzeiten stammen, wurden oft ihrer Funktion
entrissen und nehmen heute eine Vorrangstellung in der alpinen Volksmusik
ein.
Portfolio: Mein Glückslehrer
Maurice Baquet, der Cellist/Alpinist/Humorist, Robert Doisneau, der
Photograph und Frédéric Lodéon, der Journalist/Cellist.
Damit wäre die Verbindung hergestellt für dieses Trio, das die
Alpen als musikalisches Spielfeld gewählt hat. Der erste hat gerade
seinen 90. Geburtstag gefeiert, der zweite sagte vom ersten, dass er in
ihm seinen "Glückslehrer" gefunden habe und der
dritte ehrt die beiden ersten mit einem komplizenhaften Zwinkern. Die
Blicke treffen sich.
Ein Blick von den Höhen
Für Olivier Messiaen ist das Gebirge ein Ort der göttlichen
und musikalischen Schöpfung. Das Chaos der Gletscher, das Licht der
Felszinnen und der Gesang der Vögel nähren seine Werke. Rhythmen
und Farben prägte er sich bei seinen häufigen Besuchen an seinem
Rückzugsort in der Dauphiné ein.
Lockvogel
Die Schöne ist in Aufruhr. Verführt durch diesen Sänger,
diesen Tänzer, der sich im Morgengrauen auf einer rustikalen Bühne
produziert und sich einer kunstfertigen Choreographie im Rhythmus seiner
heiseren Stimmübungen hingibt. Die Modulationen dieser Serenade des
Birkhahns versucht der Naturforscher mit einem einfachen Holzstück
nachzuahmen. Wunder der Liebe.
Eine Alm aus Pappmaché
Ein schreckliches Bild, welches die Alpensinfonie von Richard
Strass malt. Hier ist das Gebirge nur Dekor und Vorwand für eine
Orchesteruntermalung, die zwar virtuos ist, aber auch jeglicher Spiritualität
entbehrt. Ein Werk in Technicolor, der Filmmusik ähnlicher als der
Poesie der Felszinnen.
Rock'n'Roll in den Höhen
Matterhorn von Massen überrollt, der Gipfel des Everest in rosarot,
psychodelic mountains im Kunstnebel, Rockstar in voller Aktion am Fels
oder Dromedare am Fuß der Routen. Der Rock'n'Roll hat entscheidend
eine ganz besondere Bildlichkeit geprägt, in der die Berge manchmal
eine erstaunliche Rolle spielen.
Für wen schlägt die Stunde?
Die Glocken der Schafe haben eine praktische Funktion, aber auch
eine ästhetische. Ihr Klang hell oder dunkel, männlich oder
weiblich, hängt zuerst einmal vom Geschmack desjenigen ab, die sie
liebevoll auswählt. Als Erkennungszeichen und Zeichen des Erfolges
stimmen sie die Musik der Almen an.
Eine Musik reich an allen Stillen dieser Welt
Wenn uns diese vielgestaltige Realität hier zurückhält,
dann deshalb, weil sie für ihre Weitergabe eine Form gefunden hat,
die sie erhöht und sie für uns liebenswert macht, eine Form
die aus der Abfolge von Bildern entsteht, ihrer Feinheiten und Kontraste,
eine Form, die sich Rhythmus nennt und die mit der musikalischen Komposition
verwandt ist.
Kühe, ich liebe euch
Am Anfang war die Kuh. Und eine Liebesgeschichte zwischen der Schönen
mit den sanften Augen, einem Photograph und einem Soziologen. Beide haben
sie umworben, der eine, um ein Portrait von ihr zu machen, der andere
mittels Museen und Bibliotheken. Ein Buch ist aus dieser Leidenschaft
entstanden, das diesen Herbst in den Editions Glénat erscheinen
wird. Subjektiv, kapriziös, phantastisch, manchmal schwermütig,
aber immer weit entfernt von den Klischees, zeichnet sich dieser Rundgang
durch die Welt der Rinder durch eine erfreuliche erfrischend-originelle
Art aus. Er ist illustriert mit Fotografien von Roberto Neumiller aber
auch durch zahlreiche meist unveröffentlichte Kunstwerke.
Die Arche Noah der Kulturen einer Weltstadt
In Genf gibt es Streit um das Projekt eines neuen Museums für
Ethnographie, die "Esplanade des mondes". Das Museum verfügt
über reichhaltige Sammlungen aus der ganzen Welt, darunter den Fonds
Amoudruz über die Alpen, und erhebt den Anspruch, ein interkultureller
Katalysator zu sein, ein Ort des Ausdruckes der Vielfalt und der Unterschiedlichkeit.
Eine Öffnung gegenüber dem Anderen, die einigen ein Dorn im
Auge zu sein scheint. Ein Plädoyer für eine Ethnographie der
Öffnung.
Le numéro 13 de L'Alpe, daté automne 2001,
est en vente en kiosque et en librairies du mardi 18 septembre 2001 au
lundi 3 décembre 2001. Au-delà de cette période,
il reste en vente dans les bonnes librairies
et peut également être commandé
à notre service "abonnements et ventes par correspondance".
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