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Zusammenfassungen
der Artikel
Übersetzung:Brigitte
Hanemann
LAlpe wurde für eine Leserschaft konzipiert,
die an Fachwissen interessiert ist und nach dem Sinn der Dinge fragt.
Sie ist die erste Zeitschrift, die sich ausschließlich der europäischen
Alpinkultur und dem alpinen Kulturerbe widmet. Ihr Bestreben ist es, zu
informieren und einen Gedankenaustausch über die nationalen und die
sprachlichen Grenzen hinweg zu fördern. Als Forum für Entdeckungen
und für Emotionen interessiert sich LAlpe für all die,
denen es zwischen Donau und Rhône gelang, sich an eine einzigartige
Umwelt anzupassen. Zwischen Buch und Zeitschrift angesiedelt ist sie wie
ein Buch charakterisiert durch tiefgründige Abhandlungen über
ein Schwerpunktthema, analytische Klarheit, ein hohes Qualitätsniveau
und sie hat sich einen Namen gemacht durch Autoren von Rang. Als Zeitschrift
zeichnet sie sich aus durch eine vierteljährliche Erscheinungsform,
die gewährleistet, Diskussionen zu führen, besticht durch eine
reichhaltige Bildauswahl, ist charakterisiert durch die unersättliche
Neugierde des Journalismus und eine notwendigerweise didaktische Herangehensweise.
Obgleich lAlpe auf einem bestimmten Wissensniveau aufbaut, handelt
es sich dennoch um keine wissenschaftliche Zeitschrift. Sie verwendet
die Beiträge der Geschichte, der Geographie, der Archäologie,
der Ethnologie etc., um so den Spuren, die die Menschen in dieser Gegend
hinterlassen haben, einen Sinn zuzuweisen. Gleichzeitig steht sie auch
Diskussionen über die Zukunft der Alpen und der Berge der Welt offen
gegenüber.
Die Alpen, Frauenland?
Genauso wie die Männer gingen sie der Arbeit auf den Feldern
und den Almen nach. Das Leben der Bergbäuerinnen war hart. Ein paradoxer
Preis für die relative Freiheit und Autonomie, die die Frauen im
Flachland noch nicht genossen. Diese gleichmäßige Aufteilung
der Arbeit darf jedoch nicht mit einer wirklichen Gleichberechtigung verwechselt
werden.
Auf der Alm, da gibts koa
Sünd
Frei und vergnügt sorgten die jungen Mädchen von Lecco
für das Wohl der familieneigenen Herde in den Bergen oberhalb des
Comer Sees. Die herrlichen Sommer wurden versüßt durch die
nächtlichen Besuche ihrer Verehrer.
Eine geteilte Welt
Matriarchat oder einfacher Rollentausch? Die Männer gingen
in die Stadt um den Lebensunterhalt zu verdienen, und überließen
den Frauen die Arbeiten auf den Feldern und die Verantwortung für
die Familie. Eine ambivalente Situation, in der die Schwere der Aufgaben
und die Abgeschiedenheit diesen Bergbewohnerinnen große Selbständigkeit
brachten und einen Grad an Gleichberechtigung, der anderswo unbekannt
war.
Worte von Hirtinnen
Immer mehr junge Frauen, (oft) Städterinnen, entscheiden
sich für den Beruf der Hirtin aus Berufung und sind glücklich,
ihn ausüben zu können. Damit ist das Ende der jungen Hirtinnen
besiegelt, die in der Vergangenheit mit ihrem Spinnrocken spannen. Aber
ihr Eindringen in eine Welt, die von Männern beherrscht wird, geschah
nicht ohne Schwierigkeiten. Zeuginnen berichten.
Gestillt von Tante Amme
Milch in Hülle und Fülle war ihr einziger Reichtum.
In einigen Regionen der italienischen Alpen mussten junge Mütter
Kind und Dorf verlassen, um sich als Amme bei den bürgerlichen Städtern
zu verdingen. Eine ungewöhnliche und schmerzliche Form der Emigration.
Haute Couture im Hochgebirge
Die Mädchen in Blumengewändern und Frauen in Schmetterlingskleidern
aus der Maurienne rufen seit langem Bewunderung bei denjenigen hervor,
denen sie begegnen. Auch bei der jungen Engländerin Estella Canziani,
die am Anfang des Jahrhunderts ihre schillernden Gewänder in ihren
Aquarellen verewigte. Diese Festkleider werden heute immer noch getragen
und zeugen von einer erstaunlichen Kreativität.
Eine Jeanne dArc in der Dauphiné?
Eine stolze Amazone aus Bronze führt ihre Truppen in den
Kampf unter dem Blattwerk des Garten der Dauphins in Grenoble. Und sie
weckt unweigerlich die Neugier des Besuchers, wenn er auf dem Sockel liest:
Philis de la Charce, Heldin der Dauphiné'. Aber welche Heldentaten
verschafften dieser Kriegerin eine Statue? Eine kleine Chronik einer engagierten
Frau, irgendwo zwischen realer Geschichte und Legende.
Die Sherpanis vom Monte Rosa
Den Tragkorb auf dem Rücken, so trugen sie die Habseligkeiten
der Touristen, die sie in die Berge begleiteten. Diese italienischen Frauen
kannten alle Wege, waren an schwere Lasten gewöhnt und verdienten
ihren Lebensunterhalt als Trägerinnen, wie die Sherpanis im Himalaya.
Beeindruckend
Drei alte Frauen in einem Bergdorf. Mit sehr einfachen Worten,
gewöhnliche Geschichten, unbedeutende Details und Lebensbruchstücke
geschrieben in einer bewundernswerten Sprache. Dieser grundlegende und
tiefgreifend menschliche Text von Ludwig Hohl ist gleichsam ein Gleichnis.
Das Land der (echten) Königinnen
In den Pyrenäen bot ein seltsames Gewohnheitsrecht den Frauen
einen Sozialstatus, der seiner Zeit weit voraus war in einem Europa, das
noch dem radikalsten Sexismus huldigte. Ein 'Hausrecht", das nicht
ohne Konsequenzen für das Sexualleben dieser sehr freizügigen
Bergbewohnerinnen blieb.
Mutter oder Hure?
Das Bild der Frau in der schweizerischen Art nouveau ist eindeutig:
während die Ideen der Frauenrechtlerinnen in den Alpen Einzug halten,
verkörpern die von den Symbolisten dargestellten Frauen immer noch
die Harmonie einer Almidylle. Als ob die letzten Verse von Goethes Faust
II 'Das Ewig-Weibliche zieht uns hinan" in einer einfältigen
Glückseligkeit nachvollzogen würden.
Frauen aus der Fremde und junge
Männer von hier
Die Bewohner der Hochtäler heiraten heute schöne Ausländerinnen,
nachdem sie von den Tirolerinnen verlassen wurden. In dieser ländlichen
Welt, die sich auf die Traditionen vergangener Zeiten zurückgezogen
hat, fanden die Bergler keine Frauen mehr. Also sind sie losgezogen, um
diese jenseits der Grenzen aus Polen und sogar von den Philippinen zu
holen.
Portfolio: Erika Hubatschek, ein
Leben am Steilhang
Von der Photographie als geographisches Werk. Seit mehr als sechzig
Jahren durchstreift die österreichische Geographin Erika Hubatschek,
die sich zur Photographin entwickelte, die Almen Tirols um die Bruchstücke
einer Welt im Niedergang zusammen zu tragen, nämlich der der Älpler.
Sie teilte ihr Landleben, arbeitete an ihrer Seite, hörte ihnen zu
und sah sie wie kein anderer.
Nein, die Gletscher schmelzen nicht!
Mit Hilfe von Beweisen wehrt sich ein Glaziologe gegen die alarmierende
(und sehr medienwirksame) Behauptung, die Gletscher würden verschwinden
aufgrund der globalen Erwärmung des Planeten. Eine Demonstration.
Die Hütten mit den Inschriften
Hunderte von Inschriften, die in die Ställe der bergeries
de la Crau eingeritzt wurden, zeichnen den Durchzug der Hirten nach. Die
geduldige Entzifferung dieser besonders einfachen Graffitis erzählt
Bruchstücke des Lebens. Es sind richtiggehende Archive der Almwirtschaft
in den Alpen.
Le numéro 12 de L'Alpe est en vente en kiosque
du mardi 19 juin 2001 au lundi 17 septembre 2001. Au-delà de cette
période, il reste en vente dans les
bonnes librairies et peut également être commandé
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