Überblick der
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Bestien
Übersetzung : Ingrid Beier-Girardet
LAlpe wurde für eine Leserschaft konzipiert, die an Fachwissen
interessiert ist und nach dem Sinn der Dinge fragt. Sie ist die erste
Zeitschrift, die sich ausschließlich der europäischen Alpinkultur
und dem alpinen Kulturerbe widmet. Ihr Bestreben ist es, zu informieren
und einen Gedankenaustausch über die nationalen und die sprachlichen
Grenzen hinweg zu fördern. Als Forum für Entdeckungen und für
Emotionen interessiert sich LAlpe für all die, denen es zwischen
Donau und Rhône gelang, sich an eine einzigartige Umwelt anzupassen.
Zwischen Buch und Zeitschrift angesiedelt ist sie wie ein Buch charakterisiert
durch tiefgründige Abhandlungen über ein Schwerpunktthema, analytische
Klarheit, ein hohes Qualitätsniveau und sie hat sich einen Namen
gemacht durch Autoren von Rang. Als Zeitschrift zeichnet sie sich aus
durch eine vierteljährliche Erscheinungsform, die gewährleistet,
Diskussionen zu führen, besticht durch eine reichhaltige Bildauswahl,
ist charakterisiert durch die unersättliche Neugierde des Journalismus
und eine notwendigerweise didaktische Herangehensweise. Obgleich lAlpe
auf einem bestimmten Wissensniveau aufbaut, handelt es sich dennoch um
keine wissenschaftliche Zeitschrift. Sie verwendet die Beiträge der
Geschichte, der Geographie, der Archäologie, der Ethnologie etc.,
um so den Spuren, die die Menschen in dieser Gegend hinterlassen haben,
einen Sinn zuzuweisen. Gleichzeitig steht sie auch Diskussionen über
die Zukunft der Alpen und der Berge der Welt offen gegenüber.
Kultur versus Natur
Der primitive Mensch lebt in Grotten tief im Wald,
zwischen der menschlichen und tierischen Welt, weint um
gefällte Bäume und macht Käse aus
Gemsenmilch. Im Gebirge gibt es ihn überall, anderswo
lebt er in den Wäldern. Traum der verlorenen Harmonie
oder Überbleibsel eines quasi universellen Urmythos?
"Ich bin dem Yeti begegnet"
Ein sonderbares Wesen, mit dem Menschen verwandt, geht
in den Bergen um. Bar-manu, sasquatch... im Himalaja, der
Yeti, der berühmte "schreckliche Eismensch". Wie Tintin
ist Messner dem Monster im Juli 1986 im Tibet begegnet. Es
war der Anfang einer langen Suche bzw. Untersuchung, das
Thema seines letzten Buchs, das gerade vom Verlag
Glénat veröffentlicht wurde. Auszüge.
Gerücht und Wissen
Die alpine Fabelwelt wird seit Jahrhunderten von einem
Hippogryphen heimgesucht, der in den Bergen zuhause ist und
über Zauberkräfte verfügt. Mit dem Fabeltier,
das Kant und Voltaire erwähnten, einem gutmütigen
aber launischen Hirngespinst, haben sich zahlreiche Gelehrte
beschäftigt. Augenzeugen wollen in ihrer Jugend diesem
sonderbaren Tier tatsächlich begegnet sein...
Précis über Dahutologie
Man schätzt es, dieses sanfte und ängstliche
Tier, auch wenn zahlreiche Opfer ihm unterliegen... Es
eignet sich besonders für das Laufen in den Bergen,
fürchtet keinen Jäger und fällt in keine
ihrer Fallen. Der schreckliche Virus Skeptizismus
könnte sein Aussterben verursachen, für die
Wissenschaft bleibt es ein Rätsel. Nur wenige Berufene
mit reinem Herzen konnten sich dem mythischen Dahu bisher
nähern...
Feuerspucker
Das übernatürliche Mischwesen, der Drache
vereint die vier Elemente: Feuer, Wasser, Erde und Luft.
Obgleich er nicht speziell der Alpenwelt angehört, ist
er doch in allen bergigen Regionen allgegenwärtig. Die
Siege, die zivilisierende Helden über ihn davontragen
veranschaulichen den Sieg des Menschen über die blinde
und brutale Gewalt der wilden Natur.
Alpenländische Jahreszeiten im Mittelalter
Eine Bärenjagd, Füchse im verschneiten Wald,
eine Herde auf der Alm, Falken, Hasen und Pferde... Tiere,
die rund um die Jahreszeiten im Mittelalter zu den
Aktivitäten der Menschen gehörten, vom Adlerturm
bis zum Schloss von Trente in Italien.
Jäger die was vom Jagen verstehen?
In alten Zeiten ähnelte die Jagd in den Alpen eher
einer sanften Anarchie. Das Gewehr im Heu versteckt, die
Hosentaschen voll mit Schlingen und Ködern, so
"erntete" der alpenländische Bauer Murmeltiere oder
"rechte" Gemsen während die feinen Herren
Auerhähne schossen. Die Kontrolle über die Fauna
hatten damals... die Wilderer!
Der königliche Emissär
Lange Zeit wurde der Steinbock wegen seiner magischen
und heilenden Eigenschaften gejagt und war drauf und dran
auszusterben. Paradox der Geschichte: es war die Liebe zur
Jagd eines italienischen Königs, die ihn gerettet
hat...
Der Mensch, der den Bären gesehen hat
Gemischte Spuren von Tatzen und Fingern zeichnen an den
Wänden von Grotten die uralte Beziehung zwischen Mensch
und Bär auf. Seit Jahrtausenden kreuzen sich ihre Wege,
sie fürchten sich voreinander, teilen die gleichen
Reviere und bekämpfen sich. Zwischen Angst und
Faszination, eine erstaunliche Geschichte.
Nordländisches Bewusstsein
Das arktische Tierleben dekliniert auf Stein und
Elfenbein seit Urzeiten: schwimmende Bären, fliegende
Vögel, Fabelwesen... Eine reiche Tradition, aus der
zeitgenössische Inuiten, die eine sehr originelle
kreative Richtung verfolgen, ihre künstlerische
Inspiration schöpfen.
Wer hat Angst vor dem bösen Wolf?
Eine feurige und leidenschaftliche Reaktion eines Lesers
der Zeitschrift L'Alpe, der viel Sinn für Dialektik und
Provokation hat. Nach der Veröffentlichung in unserer
Nummer 3 von Auszügen aus einer vom
Musée dauphinois organisierten
Debatte über den Wolf und die transhumanten
Schäfer schrieb Claude Mauguier uns einen langen
handschriftlichen Brief. Eine (sehr) freie
Leserbriefkolumne...
Auf dem Weg zu einer gütlichen Einigung?
Die Züchter haben Angst vor dem bösen Wolf? Es
gibt da aber auch solche, die gegen den Strom schwimmen und
andere Argumente vertreten. Sie haben das traute Heim
verlassen, um in der Ferne zu forschen, ob ein Zusammenleben
von Schäfer und Wolf nicht doch möglich ist.
Erfahrungen...
Lasst die Wölfe in Ruhe!
Rot vor Wut... Genauso rot wie das Käppchen aus der
Geschichte von eben diesem Käppchen... der
Stadtbewohner Cavanna, wettert, wortgewandt, gegen all die
Träumer die vergessen, dass die Gegenwart des Wolfs nur
schwer in Einklang zu bringen istmit einer anderen Art von
Raubtier: dem Jäger. Die Stimme des Herzens...
Heidenängste
Machicruta, Papotchantel, Ratepenade, Miare-couette,
Carabi-bonnet, Nitoula, Micaraouda... Schon allein die Namen
reichen aus, wagemutige Kleine zu erschrecken. In den Tiefen
von Seen oder Schluchten, versteckt in Scheunen oder
Wäldern, lauern hybride Wesen schrecklichen Aussehens
unartigen Kindern auf. Mit ihrer ständig
veränderten Form haben diese schrecklichen Fabelwesen
hauptsächlich eine erzieherische Aufgabe, wie in der
Ausstellung im Musée dauphinois zu sehen ist.
Die grosse Wanderung
Hunderdreiundzanzig Schutzhütten,
zweihunderttausend Höhenmeter und sieben Monate wandern
von Dohlen begleitet zwischen Adria und Mittelmeer...
Transalpine Wanderung, von Refuge zu Cabane, von Hütte
zu Rifugio, mit dem Ziel Bräuche und Traditionen der
Gebirgsdörfer und ihrer vorübergehenden oder
ständigen Bewohner zu verstehen.
Le numéro 8 de L'Alpe, daté
été 2000, est en vente en kiosque et en
librairie jusqu'au lundi 18 septembre 2000. Il peut
également être commandé au service abonnement.
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